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Ahnesa Simon, 10b, berichtet vom Französisch -Vorlesewettbewerb in Köln

Ahnesa Simon, 10b, berichtet vom Französisch -Vorlesewettbewerb in Köln

Am 14. April war im Schulzentrum Buchheim des Ferdinand-Franz-Wallraf-Gymnasiums alles ein bisschen französischer als sonst: Der Vorlesewettbewerb „Lisez-vous français ?“ verwandelte die Aula in eine Bühne voller Sprache, Spannung und viel Herzklopfen, und die Gesamtschülerin Ahnesa Simon war mit von der Partie. Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen aus Köln und Umgebung waren angereist, um sich gemeinsam der großen Herausforderung des französischen (Vor-)Lesens zu stellen.

Für die junge Ukrainerin aus der Klasse 10b, die unsere Schule seit etwa drei Jahren besucht, war es bereits eine große Herausforderung, die deutsche Sprache zu erlernen. Dennoch hatte sie den Mut, sich zum Vorlesewettbewerb anzumelden und teilzunehmen, um auch ihre Französischkenntnisse sowie ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit in der Fremdsprache unter Beweis zu stellen. Wie sie den Tag erlebt hat und was es ihr bedeutet hat, teilzunehmen, schildert sie im nachfolgenden Bericht.

Französischer Wettbewerb in Köln-Buchheim

Vor Kurzem hatte ich die Möglichkeit, an einem französischen Lesewettbewerb in Köln-Buchheim teilzunehmen – und ich kann ehrlich sagen: Es war eine unglaublich besondere Erfahrung für mich.

Vertreten waren viele verschiedene Schulen – von Realschulen und Gesamtschulen bis hin zu Gymnasien und Lyzeen. Auch meine Schule, die FCGGS Siegburg, war dabei. Aber ich war alleine. Meine Französischlehrerin war nicht dabei. Aber trotzdem habe ich alleine geschafft!

Der Wettbewerb fand in einem großen Saal mit Bühne statt. Als ich den Raum betreten habe, war ich sofort beeindruckt: so viele Leute, eine richtige Bühne mit Mikrofon, alles wirkte so ernst und gleichzeitig total spannend.

Jede und jeder von uns musste auf die Bühne gehen, sich an einen Tisch setzen und einen französischen Text vorlesen, den wir vorher gelernt hatten.

Erste Zeit war ich extrem nervös, als ich dran war. Wirklich. Aber in dem Moment, in dem ich angefangen habe zu lesen, ist die Angst einfach verschwunden.

Ich habe nicht perfekt gelesen, ich hatte fast kleine Pausen – aber ich habe nicht aufgehört. Ich habe weitergemacht, bis zum Ende, und genau darauf bin ich stolz. In diesem Moment habe ich gemerkt, dass ich mehr kann, als ich dachte.

Es gab aber wirklich starke Teilnehmer. Eine Schülerin aus der Q2 hat den ersten Platz gewonnen, und ich fand es absolut verdient. Besonders überrascht hat mich ein Junge aus der 4. Klasse – ich konnte kaum glauben, wie gut er Französisch gesprochen hat. Das hat mich richtig beeindruckt. Am Ende haben alle Teilnehmer kleine Eiffelturm-Schlüsselanhänger bekommen, in den Farben der französischen Flagge. Für mich war das nicht einfach nur ein Souvenir, sondern eine Erinnerung an etwas, das ich mich getraut habe.

Und obwohl ich nicht unter den ersten drei Gewinnern war, habe ich trotzdem gefreut, dass ich teilgenommen habe, denn letztes Jahr für mich keine Möglichkeit dafür gab. Und zwar, da hat mir eine irgendwelche französische Lehrerin einfach nur Kompliment für meinen Leseakzent auf Französisch gemacht. Ich war dankbar und jetzt ich freue mich, dass meine Französischkenntnis ist noch mehr verbessert als früher! Ich habe Bock weitermachen!

Was mich am meisten berührt hat: Die Jury meinte, dass es sehr schwer war, Gewinner zu bestimmen, weil so viele gut waren. Und genau so hat es sich auch angefühlt – nicht wie ein harter Wettbewerb, sondern wie ein gemeinsames Erlebnis.

Ich bin ehrlich: Ich bin einfach dankbar, dass ich das erleben durfte. Es hat mir gezeigt, dass ich mich trauen kann, vor Menschen zu stehen und etwas zu geben, selbst wenn ich Angst habe.

Das war mein Bericht über Kölner Vorlesewettbewerb auf Französisch

Vielen Dank Ahnesa, dass Du deinen Bericht mit uns geteilt hast. Und wer wissen möchte, was alles gefordert war, kann dies hier nachlesen: Französich Vorlesewettbewerb 2026